Meine ersten Reisen – und die Entdeckung von Mauritius
Schon während meines Studiums arbeitete ich viel nebenbei. Ich verdiente gutes Geld – und investierte es in das, was mich wirklich anzog: Reisen.
Zunächst zog es mich immer wieder in die USA. Ich durchquerte das Land, von Küste zu Küste, erlebte Städte, Weite, Dynamik.
Doch irgendwann reichte mir das nicht mehr.
Die Welt wurde größer. Und mein Blick auch.
Von Amerika in die Welt
Nach den USA folgten neue Ziele: die Karibik, Australien – und schließlich die Malediven.
Die Malediven beeindruckten mich. Das Wasser, die Ruhe, die Exotik – all das hatte eine besondere Qualität.
Ich wollte zurück. Ein Jahr später.
Doch als ich die Preise sah, kam die Ernüchterung.
Das ursprüngliche Gefühl war verschwunden – ersetzt durch Exklusivität und steigende Preise.
Ein Zufall, der alles veränderte
Ich blätterte weiter durch Kataloge. Ohne große Erwartungen.
Und dann sah ich es:
Mauritius.
Ein einfaches 2-Sterne-Hotel. 75 DM Halbpension im Doppelzimmer zur Alleinnutzung – plus Flug.
Erschwinglich. Anders. Unbekannt.
Ich buchte.
Ankunft im Jahr 1990 oder 91
Ich flog mit der Condor Comfort Class nach Mauritius. Ganz vorne 1A Fenster.
Was mich erwartete, war etwas völlig anderes, als ich es kannte.
Das Hotel war einfach – aber überraschend gut. Kein anderer Gast des Hotels flog wahrscheinlich jemals zuvor und nach mir in der Business Class für Übernachtungen im Le Palmar Hotel nach Mauritius. Später wechselte der Besitzer und das Hotel wurde auf 3 Sterne Plus aufgewertet. Auch hier ging wieder einmal Charme und Seele verloren.
Direkt am Strand von Belle Mare.
Kilometerlanger, fast leerer Strand. Kaum Hotels. Kaum Menschen. Auch das ist heute anders.
Zwischen Faszination und Konsum
Ich genoss alles.
Ich buchte Ausflüge, erkundete die Insel, flog sogar mit dem Helikopter über Mauritius.
Ich wollte alles sehen. Alles erleben.
Und doch…
In der Business Class Lounge auf dem Rückflug kam ein anderes Gefühl.
Ich hatte konsumiert. Orte gesehen. Erlebnisse gesammelt.
Aber die Menschen?
Die Gastfreundschaft?
Das, was Mauritius wirklich ausmacht?
Das hatte ich nur berührt – nicht wirklich erlebt.
Die ersten Eindrücke der Insel
Trotzdem hinterließ die Insel Spuren:
- der Belle Mare Strand
- der botanische Garten von Pamplemousses
- Domaines wie Le Pailles
- erste Naturparks und Tieranlagen
- die Küsten, die Ruhe, die Weite
Es war mehr als ein Urlaub.
Es war ein erster Kontakt.
Was als Reise begann, ließ mich nicht mehr los.
Ein Jahr später kehrte ich zurück nach Mauritius – diesmal mit einem anderen Blick.
Weniger Konsum. Mehr Verständnis.
