Der Umzug nach Mauritius – 1998
1998 war es soweit: Wir zogen endgültig nach Mauritius.
Die Möbel wurden in einem Container verschifft – ein Schritt, der sich später als deutlich komplizierter herausstellen sollte, als wir erwartet hatten.
Ankunft und erster Neustart
Nach der Ankunft wohnten wir zunächst bei den Schwiegereltern.
Kurz darauf fanden wir ein einfaches Haus in Rempart.
Die Miete: rund 250 DM im Monat.
Ein schlichtes Leben – aber ein Anfang.
Sechs Wochen später traf der Container ein.
Der Container – und die Realität
Die Einfuhr, Verzollung und das Auspacken wurden schnell zur Ernüchterung.
Was ankam, war teilweise beschädigt, durcheinander oder kaum wiederzuerkennen.
Isolation im Alltag
Und dann kam die Realität des Alltags:
Kein Telefonanschluss. Kein Internet. Satelliten-TV noch in den Kinderschuhen.
Es dauerte fast zwei Jahre, bis wir überhaupt deutsches Fernsehen empfangen konnten – über einen Anbieter aus Südafrika.
Ich war abgeschnitten. Von der Welt, die ich kannte.
Bürokratie und Arbeit
Auch die Arbeitserlaubnis ließ auf sich warten – fast ein Jahr.
Das Dauer-Visum kam schneller, doch die bürokratischen Hürden blieben hoch.
Gesundheitschecks waren verpflichtend: HIV, Hepatitis und weitere Untersuchungen gehörten zum Standardverfahren.
Ausländische Frauen brauchten keine extra gebührenpflichtige und zugleich aufwendig zu beantragende Arbeitserlaubnis – Männer schon. Eine Regelung, die vieles zusätzlich erschwerte.
Teilweise wurden absurde Auflagen verlangt, bis hin zu Brandschutzanforderungen im eigenen Haus, die der Arbeitgeber bestätigen musste.
Überleben zwischen zwei Welten
Meine Frau konnte relativ schnell wieder arbeiten.
Ich überbrückte die Zeit mit Rücklagen aus Deutschland und dem Verkauf meiner Lebensversicherung.
Neuer Wohnort, neue Möglichkeiten
Später zogen wir nach Quatre Bornes in die Stadt.
Eine 100-Quadratmeter-Wohnung, rund 390 DM Miete – mit Pförtner und Aufzug, obwohl nur dreistöckig.
Zum ersten Mal hatte ich wieder Internet.
Und damit begann ein neuer Abschnitt.
Arbeiten zwischen Mauritius und Europa
Ich begann für deutsche Auftraggeber zu arbeiten.
Später kamen Hotels auf der Insel dazu sowie Projekte für einen Wasserpark.
Ich nahm sogar an Reisemessen in England und Berlin teil.
Der nächste Bruch
Und dann kam erneut ein Einschnitt, der alles veränderte.
