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17.08.2026 07:59
Natur & Schutzgebiete

Nationalparks auf Mauritius – die wilde und grüne Seite der Insel

Mauritius besteht nicht nur aus Stränden, Hotels und Lagunen. Im Landesinneren und an weniger erschlossenen Küstenabschnitten finden Sie Regenwald, vulkanische Berglandschaften, Naturreservate und geschützte Lebensräume mit seltenen Pflanzen und Tieren.

Wer Mauritius nur von seiner Küste kennt, erlebt lediglich einen Teil der Insel. Besonders im Südwesten, im zentralen Hochland und an einigen abgelegeneren Küstenabschnitten zeigt sich eine deutlich ursprünglichere Landschaft.

Der bekannteste Nationalpark ist der Black River Gorges National Park. Er schützt einen bedeutenden Teil der verbliebenen ursprünglichen Wälder von Mauritius und gehört zu den wichtigsten Zielen für Wanderer, Naturfreunde und Vogelbeobachter.

Daneben gibt es weitere geschützte Landschaften, Naturreservate und kleine Inseln, die für den Erhalt der außergewöhnlichen mauritischen Flora und Fauna eine zentrale Rolle spielen.

Bekanntester Nationalpark Black River Gorges
Nordosten Bras d’Eau National Park
Besonders interessant Wandern & Vogelwelt
Beste Kombination Natur, Aussichtspunkte & Inselrundfahrt

Nationalpark oder Naturreservat?

Bei Mauritius werden unterschiedliche Schutzgebiete häufig gemeinsam als „Nationalparks“ bezeichnet. Tatsächlich ist die Unterscheidung wichtig. Nationalparks, Naturreservate, geschützte Wälder und vorgelagerte Inselreservate erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Nationalpark

Black River Gorges

Das große Schutzgebiet im Südwesten ist das bekannteste Naturareal der Insel und bietet Aussichtspunkte, Wanderwege, Wälder und Lebensräume endemischer Arten.

Nationalpark

Bras d’Eau

Der Nationalpark an der Nordostküste ist deutlich weniger bekannt und wirkt wesentlich ruhiger als viele touristische Ziele der Insel.

Naturreservat

Île aux Aigrettes

Die kleine Insel vor der Südostküste spielt eine wichtige Rolle beim Schutz und bei der Wiederansiedlung endemischer Tier- und Pflanzenarten.

Schutzgebiet

Weitere Naturflächen

Auch außerhalb der Nationalparks existieren geschützte Wälder, Feuchtgebiete und Inselreservate, die für die biologische Vielfalt von Mauritius wichtig sind.

Die wichtigsten Nationalparks und Naturreservate auf Mauritius

1

Black River Gorges National Park

Der Black River Gorges National Park ist das bedeutendste großflächige Naturgebiet von Mauritius. Er liegt im Südwesten und umfasst bewaldete Berghänge, tiefe Täler, Aussichtspunkte und zahlreiche Wanderwege.

Hier erhalten Besucher einen Eindruck davon, wie große Teile der Insel vor der intensiven Besiedlung und landwirtschaftlichen Nutzung ausgesehen haben müssen.

Besonders wertvoll ist der Nationalpark als Rückzugsraum für zahlreiche endemische Pflanzen und Vögel. Wer Glück und Geduld mitbringt, kann hier Arten beobachten, die ausschließlich auf Mauritius oder den Maskarenen vorkommen.

  • Wandern
  • Regenwald
  • Vogelbeobachtung
  • Aussichtspunkte
  • Endemische Arten
2

Bras d’Eau National Park

Bras d’Eau liegt im Nordosten von Mauritius und gehört zu den deutlich weniger besuchten Naturgebieten der Insel. Gerade das macht seinen Reiz aus.

Das Gebiet unterscheidet sich landschaftlich stark vom gebirgigen Black River Gorges National Park. Wälder, Wanderwege und die Nähe zur Küste sorgen für eine ruhigere und weniger touristische Atmosphäre.

Bras d’Eau ist interessant für Reisende, die Mauritius abseits der bekannten Hauptattraktionen erleben möchten.

  • Nordosten
  • Wald
  • Ruhige Wanderwege
  • Natur
3

Île aux Aigrettes

Die Île aux Aigrettes liegt wenige hundert Meter vor der Südostküste von Mauritius. Die kleine Koralleninsel ist kein klassischer Nationalpark, gehört aber zu den wichtigsten Naturschutzgebieten des Landes.

Auf der Insel wird versucht, Teile des ursprünglichen Ökosystems wiederherzustellen. Seltene Pflanzen sowie bedrohte und wiederangesiedelte Tierarten machen sie zu einem besonderen Ziel für naturinteressierte Besucher.

Der Zugang erfolgt normalerweise im Rahmen organisierter Besuche und unterscheidet sich dadurch deutlich von einem frei zugänglichen Wandergebiet.

  • Naturschutz
  • Endemische Arten
  • Südostküste
  • Geführter Besuch
4

Ebony Forest bei Chamarel

Der Ebony Forest bei Chamarel zeigt eindrucksvoll, wie intensiv auf Mauritius an der Wiederherstellung ursprünglicher Waldökosysteme gearbeitet wird.

Besucher erleben hier ein renaturiertes Waldgebiet mit einheimischen Pflanzen, Aussichtspunkten und Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. Die Lage lässt sich hervorragend mit Chamarel und weiteren Zielen im Südwesten verbinden.

  • Chamarel
  • Renaturierung
  • Vögel
  • Aussicht

Black River Gorges – das Herz der mauritischen Natur

Wenn Sie während Ihres Aufenthalts nur ein größeres Naturgebiet besuchen möchten, ist der Black River Gorges National Park die erste Wahl. Er verbindet Naturerlebnis, Aussichtspunkte und Wanderungen und lässt sich gleichzeitig gut in eine Tagesroute durch den Südwesten integrieren.

Bekannte Aussichtspunkte und Bereiche

  • Black River Gorges Viewpoint
  • Alexandra Falls und die umliegende Hochlandregion
  • Macchabée und verschiedene Waldwege
  • Piton Canot und weitere erhöhte Aussichtspunkte
  • Wanderwege durch unterschiedliche Vegetationszonen

Wandern in den Nationalparks von Mauritius

Viele Reisende unterschätzen Mauritius als Wanderziel. Die Insel besitzt zwar keine extrem hohen Berge, bietet aber durch ihr vulkanisches Relief sehr abwechslungsreiche Routen.

Im Black River Gorges National Park reichen die Möglichkeiten von kurzen Spaziergängen bis zu längeren Touren durch Wald und bergiges Gelände. Wetter, Bodenverhältnisse und Wegmarkierungen können sich allerdings deutlich von europäischen Wandergebieten unterscheiden.

Früh starten Am Morgen sind Temperaturen häufig angenehmer und die Bedingungen für längere Touren besser.
Festes Schuhwerk Nach Regen können Waldwege rutschig und schlammig werden.
Wasser mitnehmen Auch im Hochland können Wärme und Luftfeuchtigkeit anstrengend werden.

Welche Tiere kann man in den Schutzgebieten sehen?

Mauritius besitzt eine außergewöhnliche Naturgeschichte. Durch die isolierte Lage im Indischen Ozean entwickelten sich über lange Zeit Tier- und Pflanzenarten, die ausschließlich in dieser Region vorkamen.

Nach der Besiedlung gingen viele ursprüngliche Lebensräume verloren. Einige Arten verschwanden vollständig. Andere konnten durch intensive Schutzprogramme stabilisiert oder vor dem Aussterben bewahrt werden.

Besonders interessant sind die Schutzgebiete heute für Vogelbeobachter. Mit etwas Glück lassen sich verschiedene endemische Vogelarten entdecken.

  • Mauritiusfalken
  • Rosentauben
  • endemische Singvögel
  • Flughunde
  • seltene einheimische Pflanzen und Ebenholzbäume

Nationalparks mit anderen Mauritius-Sehenswürdigkeiten kombinieren

Ein großer Vorteil von Mauritius sind die kurzen Entfernungen. Naturgebiete müssen deshalb nicht zwingend als eigenständiges Tagesprogramm geplant werden.

Der Black River Gorges National Park lässt sich beispielsweise gut mit Chamarel, dem Hochland oder einer Fahrt Richtung Le Morne verbinden. Bras d’Eau kann Teil einer Tour entlang der Nordost- und Ostküste sein.

Wer flexibel unterwegs sein möchte, sollte die Inselregionen nicht nach einzelnen Attraktionen, sondern als Tagesrouten planen. Dadurch vermeiden Sie unnötige Fahrstrecken und sehen gleichzeitig deutlich mehr vom Land.

Respekt vor Natur und Schutzgebieten

Die verbliebenen ursprünglichen Ökosysteme von Mauritius sind empfindlich. Gerade deshalb sollten Nationalparks und Reservate nicht wie gewöhnliche Freizeitparks behandelt werden.

  • Auf ausgewiesenen Wegen bleiben
  • Keine Pflanzen pflücken oder beschädigen
  • Tiere nicht füttern oder bedrängen
  • Keinen Müll zurücklassen
  • Hinweise und Zugangsbeschränkungen respektieren
  • In Reservaten die Vorgaben der jeweiligen Betreiber beachten

Wer sich entsprechend verhält, trägt dazu bei, dass diese seltenen Lebensräume auch langfristig erhalten bleiben.

Für wen lohnt sich ein Besuch besonders?

Wanderer

Vor allem Black River Gorges bietet eine völlig andere Perspektive auf Mauritius als die bekannten Küstenorte.

Naturfotografen

Wälder, Berge, Aussichtspunkte und seltene Arten schaffen Motive weit jenseits klassischer Strandbilder.

Vogelbeobachter

Mauritius besitzt mehrere endemische Vogelarten und international bedeutende Schutzprojekte.

Individualreisende

Wer die Insel selbst erkundet, kann Naturgebiete hervorragend mit kleineren Orten und Aussichtspunkten kombinieren.

Häufige Fragen zu Nationalparks auf Mauritius

Welcher ist der bekannteste Nationalpark auf Mauritius?

Der Black River Gorges National Park im Südwesten ist das bekannteste und bedeutendste großflächige Naturschutzgebiet der Insel.

Kann man im Black River Gorges National Park wandern?

Ja. Im Gebiet gibt es verschiedene Wanderwege mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden. Gute Schuhe, ausreichend Wasser und eine an Wetter und Strecke angepasste Planung sind empfehlenswert.

Gibt es Nationalparks im Norden von Mauritius?

Der Bras d’Eau National Park liegt im Nordosten der Insel. Er ist wesentlich weniger bekannt und besucht als Black River Gorges.

Ist Île aux Aigrettes ein Nationalpark?

Nein. Île aux Aigrettes ist ein bedeutendes Naturreservat. Die Insel spielt jedoch eine wichtige Rolle für den Schutz und die Wiederherstellung einheimischer Ökosysteme.

Lohnen sich die Nationalparks auch bei einem Badeurlaub?

Ja. Bereits ein einzelner Ausflug ins Hochland oder in den Black River Gorges National Park zeigt eine Seite von Mauritius, die sich grundlegend von den Küstenregionen unterscheidet.

Fazit: Mauritius besitzt eine überraschend wilde Seite

Die Nationalparks und Naturreservate zeigen, wie vielfältig Mauritius trotz seiner relativ kleinen Fläche ist. Nur wenige Kilometer von Stränden und Hotelregionen entfernt beginnen Wälder, Berge und geschützte Landschaften.

Der Black River Gorges National Park ist dabei das wichtigste Ziel für Reisende, die die ursprüngliche Natur der Insel erleben möchten. Bras d’Eau, Île aux Aigrettes, renaturierte Wälder und weitere Schutzgebiete ergänzen dieses Bild.

Wer Mauritius wirklich kennenlernen möchte, sollte deshalb mindestens einen Tag abseits der Strände einplanen. Die grüne Seite der Insel gehört ebenso zu Mauritius wie Lagunen, Palmen und der Indische Ozean.

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